Fragen & AntwortenLogopädie

Was ist Logopädie?

Unter Logopädie versteht man die Vorbeugung, Diagnose, Beratung und Behandlung von Stimm-Sprach-Sprech-Schluck- und Hörstörungen bei Patienten jeden Alters.

Das Ziel ist die Wiederherstellung, die Optimierung oder die Erhaltung der kommunikativen Fähigkeiten sowie des Schluckvorganges.

Brauche ich eine Verordnung für Logopädie und wer stellt diese Verordnung aus?

Eine Voraussetzung für die logopädische Behandlung ist eine vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung. Sie erhalten diese Verordnung vom Kinderarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Neurologen, Zahnarzt oder Kieferorthopäden.

Wie kann ich mich/mein Kind für eine logopädische Behandlung anmelden?

Sie können sich/Ihr Kind telefonisch oder per E-Mail für eine logopädische Therapie anmelden. Sie haben auch die Möglichkeit uns direkt im Therapiezentrum zu besuchen. Wir bieten Ihnen dann schnellstmöglich einen Termin an.

Wie erfolgt eine logopädische Behandlung?

Voraussetzung für die Logopädie ist eine vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung. Die Therapie soll spätestens 14 Tage nach dem Ausstellungsdatum angefangen werden. Im Erstkontakt findet zunächst ein Anamnesegespräch statt. Dann erfolgt eine gezielte logopädische Diagnostik. Bei Behandlungsbedarf wird ein Therapieplan mit Therapiezielen, wobei die vorliegenden Schwierigkeiten, die Interessen und die Wünsche des Patienten berücksichtigt werden, erstellt. Danach beginnt die eigentliche Therapie. Neben spezifischen logopädischen Übungen sind auch Gespräche über den Therapieverlauf mit dem Patienten und/oder Angehörigen Bestandteil der Behandlung.

Wie oft findet die logopädische Therapie statt?

Die Therapiefrequenz, die Dauer einer Therapieeinheit und die Anzahl der Behandlungen werden vom Arzt auf der Verordnung vermerkt. Im Regelfall findet die Behandlung ein- bis zwei Mal wöchentlich statt. Bei bestimmten Störungsbildern, wie z.B. Schlaganfall, kann die Therapie jedoch mehrmals in der Woche stattfinden. Eine Therapieeinheit dauert 30, 45 oder 60 Minuten. In der Regel beträgt die Behandlungszeit 45 Minuten. Meist verordnet der Arzt zehn Therapieeinheiten pro Verordnung. Nach jeder Verordnung erhält der Arzt vom Logopäden einen Bericht, in dem der Therapieverlauf beschrieben wird und eine Empfehlung zur Fortsetzung oder der Abschluss der Therapie erläutert wird. Der Arzt entscheidet über die Weiterverordnung der Therapie.
Die Gesamtzahl der Behandlungen wird nach den Heilmittelrichtlinien festgestellt.

Werden Hausbesuche durchgeführt?

Bei medizinischer Indikation und auf ärztlicher Verordnung werden Hausbesuche bei Ihnen im Haus, im Senioren-, Kinder- oder Pflegeheim durchgeführt.
Zudem können Kinder mit Behinderung und einem Integrationsstatus auch in integrativen Einrichtungen, wie Kindergärten oder Schulen, betreut werden.

Wer übernimmt die Kosten für eine logopädische Behandlung?

Logopädie ist als Heilmittel Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Die logopädische Behandlung muss ärztlich verordnet werden! Bis zum 18. Lebensjahr werden die Kosten für die Behandlung in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Mit Beginn des 18. Lebensjahres sind Sie verpflichtet einen Eigenanteil in Höhe von 10% des Rezeptwertes zzgl. 10 € Rezeptgebühr pro Verordnung zu leisten. Der Eigenanteil entfällt, falls Ihre Krankenkasse Ihnen eine Befreiung von der Zuzahlung erteilt hat (z.B. chronisch Kranke). Sie erhalten in dem Fall einen entsprechenden Ausweis, den Sie bei Behandlungsbeginn vorlegen müssen.
Sind Sie privat versichert, dann wird Ihnen die Behandlung in Rechnung gestellt. Die Rechnung reichen Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung ein. Klären Sie im Vorfeld die Kostenübernahme, u. a. abhängig von Ihrem individuellen Versicherungsvertrag, mit der Versicherungsgesellschaft.

Wie kann ich die logopädische Behandlung unterstützen?

Da die Therapie in der Regel ein- bis zwei Mal die Woche im Therapiezentrum stattfindet, ist Ihre Kooperation von großer Bedeutung für den Therapieerfolg. Die von uns mitgegebenen logopädischen Übungen sollten ein Teil vom Alltag sein.

Wie ist die Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten und Einrichtungen?

Wir arbeiten intensiv mit Ärzten, Neurologen, Ergotherapeuten, anderen Therapeuten, Lehrkräften und Pflegepersonalzusammen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine optimale Betreuung des Patienten.